11.11.2019 19:06

WEICHHOLD, K.; SILBEREISEN, R.: Suchtprävention in der Schule. Hogrefe 2014

Kategorie: Erscheinungsformen der Verhaltensauffälligekeit

Das Ausprobieren von Alkohol, Zigaretten oder auch illegalen Drogen wie Cannabis gehört in unserer Gesellschaft zum Jugendalter. Beginnt der Konsum jedoch früh und werden die Konsummengen schnell gesteigert, ist das Risiko für Missbrauch im Jugendalter bzw. für Sucht und Abhängigkeit im Erwachsenenalter erhöht. Prävention ist demnach notwendig, und zwar zu einem frühen Zeitpunkt und in einer Art und Weise, die Jugendliche umfassend in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördert und ihnen Kompetenzen vermittelt. Diese Kompetenzen sollen sie unterstützen, tägliche Herausforderungen (z.B. der Kontakt zu Freunden, die auf Drogenkonsum drängen) effektiv bewältigen zu können.

Das Lebenskompetenzenprogramm IPSY (Information + Psychosoziale Kompetenz = Schutz) wurde für die Klassenstufen 5 bis 7 basierend auf dem aktuellen Forschungsstand zur Entstehung von jugendlichem Substanzmissbrauch (insbesondere Alkohol betreffend) entwickelt und erfolgreich evaluiert. Das Programm verzögert den Beginn und reduziert alterstypische Steigerungen im Konsum von Alkohol und Zigaretten. Darüber hinaus fördert es nachweislich Lebenskompetenzen und die Bindung an die Schule bei Jugendlichen. Auch das Miteinander im Klassenverband wird positiv beeinflusst.

„Suchtprävention in der Schule“ bietet nicht nur eine hoch strukturierte, praktische und nutzerfreundliche Handreichung der Arbeitsmaterialien zur Durchführung des Programms im Schulalltag (inkl. aller Materialien auf der beiliegenden CD), sondern fasst auch die theoretischen Grundlagen sowie die Befunde zur Durchführbarkeit, Akzeptanz und Effektivität zusammen. Damit ist es gleichermaßen interessant für Pädagogen und Psychologen in Praxis und Wissenschaft sowie Fachkräfte im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention.


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