Vielen verhaltensauffälligen Kindern fehlt der Zugang zu unterschiedlichen Verhaltensweisen. Sie können als nicht anders. Mitunter haben sie gelernt, dass sie über das auffällige Verhalten Zuwendung (obwohl negativ) erhalten. Und negative Zuwendung ist besser als keine Zuwendung. Das ist aber sicher nicht bei allen auffälligen Kindern der Fall.
Es gibt Kinder, die so sehr an negative Zuwendung "gewöhnt" sind, dass sie mit postiver Verstärkung nur schwer oder auch gar nicht umgehen können. In so einem Fall gilt es also behutsam und konsequent in kleinen Schritten vorzugehen und immer wieder positiv herauszustellen und zu betonen, sobald etwas positiv geleistet wird. Es liegt oft an uns Lehrer/innen, diese kleinen Schritte zu ermöglichen und mitunter sogar zu kreieren.
Es gilt also bei vielen Kindern, positives (gesellschaftlich akzeptiertes und erwünschtes Verhalten zu erlernen und zu üben. Dazu gibt es aus dem Bereich des Sozialen Lernens und der Verhaltensmodifikation, die beide auf Lerntheorie beruhen, Trainingsprogramme (z.B. Petermann).
Dabei erlernen Kinder unterschiedliche Reaktionen und Aktionsformen, die es ihnen ermöglichen, ihr Verhalten zu variieren.
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